Was ist der SDDI-Ansatz?
Der Smart District Data Infrastructure (SDDI)-Ansatz ist ein am Lehrstuhl für Geoinformatik der Technischen Universität München (TUM) entwickeltes Architekturkonzept. Es dient dazu, alle relevanten Datenströme einer Kommune – von statischen Geobasisdaten bis hin zu dynamischen Sensordaten – standardisiert zu verknüpfen, ohne sie in einer riesigen, starren Datenbank zentralisieren zu müssen.
Anstatt Daten mühsam hin und her zu kopieren, verbleiben sie bei ihren jeweiligen Urhebern (z. B. dem Vermessungsamt, den Stadtwerken oder dem Deutschen Wetterdienst) und werden bei Bedarf in Echtzeit über standardisierte Schnittstellen (OGC-Webdienste) abgefragt.
🎯 Die 3 Kernprinzipien des SDDI-Ansatzes
- Dezentrale Datenhaltung: Datenquellen bleiben dort, wo sie gepflegt werden. Das garantiert maximale Aktualität.
- Offene Standards: Die Kommunikation erfolgt strikt über internationale, herstellerunabhängige Standards (wie OGC 3D Portrayal Service, CityGML und SensorObservationService).
- Semantische Verknüpfung: Objekte (z. B. ein Gebäude im LoD2-Modell) werden intelligent mit ihren Fachdaten (z. B. Energieverbrauch oder Flurstücksinformationen) verknüpft. Das ermöglicht es dem Digitalen Zwilling, komplexe Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge virtuell zu simulieren. Der SDDI-Katalog: Das zentrale Such- und Metadaten-Tool
- Was ist der SDDI-Katalog?
- Was ist ein Digitaler Zwilling?
- Welche Anwendungsfelder gibt es im Klimaanpassungsbereich?
Weiterführende Informationen finden Sie auf der TUM-Website