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Best Practices

Brauchen Sie noch Anregungen für Ihre Klimaanpassungsprojekte?

Hier finden Sie einige erprobte Beispiele aus der kommunalen/regionalen Praxis.

Quick-Wins

Falls Sie noch Anregungen benötigen, welche Anwendungsmöglichkeiten in den einzelnen drei Bereichen, Hitze, Starkregen und Nachverdichtung sinnvoll wären, haben wir Ihnen sogenannte Quick-Wins zusammengestellt.

Best Practices

Wenn Sie lieber ausführlicher sich über Best Practices in Kommunen informieren wollen, haben wir ebenfalls einige nach den drei Bereichen Hitze, Starkregen und Nachverdichtung zusammengestellt.


Quick-Wins-Hitze

Maßnahmen ohne großen Planungsaufwand, um sofort erste Ergebnisse im Quartier zu erzielen.

  • [ ] 1. Schatten-Patenschaften: Aufbau eines Verleih-Pools für Sonnensegel für Kitas.
  • [ ] 2. Trinkbrunnen-Adoption: Hydranten-Aufsätze als kostengünstige Trinkwasserquelle.
  • [ ] 3. Klimakarten: Online-Übersicht kühler Orte (Parks, Museen, Bibliotheken).
  • [ ] 4. Hitzetelefon: Proaktive Ansprache gefährdeter Senioren bei Hitze.
  • [ ] 5. Entsiegelungs-Wettbewerb: Kleine Anreize für Bürger zur Entsiegelung privater Flächen.
  • [ ] 6. Mobile Begrünung: Pflanzkübel temporär auf Parkflächen verlagern.
  • [ ] 7. Helle Oberflächen: Strategische Farbwahl bei kommunalen Sanierungen.
  • [ ] 8. Hitzeknigge: Informationsverteilung in Apotheken und Praxen.
  • [ ] 9. Verschattungs-Audit: Begehung der Schul- und Seniorenwege nach Schattenlücken.
  • [ ] 10. Grüne Fassaden: Saatgut-Ausgabe für private Kletterpflanzen-Projekte.

Quick-Wins-Starkregen

Maßnahmen, um sofort die Gefahrenabwehr zu verbessern.

  • [ ] 1. Gully-Check: App-gestützte Bürger-Meldung verstopfter Abflüsse.
  • [ ] 2. Regentonnen-Aktion: Subventionierung von privatem Wasserrückhalt.
  • [ ] 3. Versickerungs-Beratung: Individuelle Vor-Ort-Checks für Eigentümer.
  • [ ] 4. Schwellenschutz: Beratung zu mobilen Objektschutz-Systemen.
  • [ ] 5. Notfall-Flyer: Kompakte Info-Checkliste für Hausbesitzer.
  • [ ] 6. Durchlässiges Pflaster: Einsatz von Rasengitter bei Instandhaltung.
  • [ ] 7. Mulden-Check: Regelmäßige Pflege bestehender Versickerungsgräben.
  • [ ] 8. Risikokarte (Low-Res): Einfache Skizze der Gefahrenpunkte online stellen.
  • [ ] 9. Gebäudeschutz-Check: Prüfung öffentlicher Gebäude auf Rückstauklappen.
  • [ ] 10. Notfall-Plan: Ausweisung öffentlicher Sandsack-Depots.

Quick-Wins-Nachverdichtung

Maßnahmen, um Verdichtung attraktiv zu gestalten.

  • [ ] 1. Nachbarschafts-Flohmarkt: Aktivierung von Innenhöfen als Sozialraum.
  • [ ] 2. Tiny-House-Test: Befristete Nutzung von Brachflächen für mobile Module.
  • [ ] 3. Ladesäulen-Sharing: Teilung privater Stellplätze für E-Mobilität.
  • [ ] 4. Pocket-Parks: Umwandlung einzelner Parkplätze in Sitzinseln.
  • [ ] 5. Gründach-Light: Förderung von Begrünungen auf Garagen.
  • [ ] 6. Vorgarten-Check: Infokampagne gegen Schottergärten.
  • [ ] 7. Zweitnutzung-Börse: Online-Marktplatz für leere Dachböden.
  • [ ] 8. Beteiligungs-Spaziergang: Begehung mit Bürgern zur Planung.
  • [ ] 9. Fassaden-Börse: Beratung für vertikale Begrünung an Bestandshäusern.
  • [ ] 10. Lastenrad-Depot: Flächeneinsparung durch geteilte E-Mobilität.

Best Practices

Liste mit 20 Best-Practice-Beispielen samt Links zu den Kommunen.

Hitzevorsorge

(Kühlung & Klimaanpassung)

  1. Schwammstadt-Quartier (Berlin Rummelsburg): Fokus auf dezentrales Regenwassermanagement, das durch Verdunstungskälte zur Abkühlung ganzer Quartiere beiträgt. Link: berlin.de
  2. Klima-Kiste (Delmenhorst): Mobile, modulare Grüninseln, die bei Hitze in versiegelten Innenstädten aufgestellt werden und die lokale Temperatur spürbar senken. Link: delmenhorst.de
  3. Fassadenbegrünung (Aachen): Einsatz von Stahlnetzsystemen für Kletterpflanzen an öffentlichen Gebäuden, um die Fassaden- und Raumtemperatur signifikant zu reduzieren. Link: aachen.de
  4. Trinkwasser-Netz (Kassel): Systematischer Ausbau eines öffentlich zugänglichen Trinkwasser-Netzes, um die Resilienz bei Extremhitze zu erhöhen. Link: kassel.de
  5. Cooling-Shelters (Wien): „Cooling-Parks“ und klimatisierte öffentliche Räume, die besonders gefährdeten Gruppen Schutz während Hitzeperioden bieten. Link: wien.gv.at
  6. Klimastraße (Köln): Modellprojekt zur Erprobung von hellerem Asphalt und gezielter Verschattung durch Bäume zur Reduktion von Hitzeinseln. Link: koeln.de
  7. Bäume-Gieß-Projekt (Dortmund): Bürger-App, die Baumpatenschaften koordiniert, um den Baumbestand während Hitzeperioden flächendeckend zu bewässern. Link: dortmund.de

Starkregen

(Wasserrückhalt & Risikoschutz)

  1. Sturzflutkonzept (Blankenhain): Ganzheitliches Gefahrenkarten-System kombiniert mit baulichen Schutzmaßnahmen zur Sicherung sensibler Infrastruktur. Link: blankenhain.de
  2. Blauer Garten (Ostfildern): Verbindung von ästhetischem Grün mit großflächigen Versickerungsmulden, die bei Starkregen als Retentionsraum fungieren. Link: ostfildern.de
  3. Hochwasserschutz-Deichpark (Hamburg): Umgestaltung technischer Schutzbauwerke in erholungsfähige Grünflächen, die bei Hochwasser gezielt geflutet werden können. Link: hamburg.de
  4. Regenwasser-Agentur (Hamburg): Eine zentrale Stelle, die Hauseigentümer zur Entkoppelung ihrer Flächen berät und so die Kanalisation bei Starkregen entlastet. Link: regenwasseragentur.de
  5. Versickerungs-Pflaster-Systeme (Münster): Stadtweites Förderprogramm für durchlässige Pflasterbeläge auf privaten und öffentlichen Stellplätzen. Link: muenster.de

Nachverdichtung

(Kompakte & klimagerechte Stadtentwicklung)

  1. We-House (Herne): Innovative Umnutzung eines Hochbunkers zu einem Wohnprojekt, das durch vertikale Begrünung und kompakte Bauweise Flächen spart. Link: we-house.de
  2. Prinz-Eugen-Quartier (München): Vorzeigeprojekt für ressourcenschonendes Bauen mit Fokus auf Mobilitätskonzepte, die den Stellplatzbedarf massiv senken. Link: muenchen.de
  3. Neue Mitte (Kressbronn): Beispiel für die gelungene, maßstäbliche Nachverdichtung in einem ländlich geprägten Ortskern unter Erhalt des dörflichen Charakters. Link: kressbronn.de
  4. Holz-Hybrid-Wohnbau (Wien): Kompakte Nachverdichtung in Holzbauweise, die den CO2-Fußabdruck minimiert und gleichzeitig Wohnraum verdichtet. Link: seestadt.wien
  5. Dachaufstockungs-Förderung (Basel): Strategisches Programm zur gezielten Aufstockung bestehender Gebäude, um Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln. Link: basel.ch
  6. Genossenschaftliches Wohnen (Zürich): Umwandlung von Garagenhöfen in qualitativ hochwertige Wohnraumverdichtung mit Gemeinschaftsflächen. Link: zuerich.ch
  7. Baugruppen-Modell (Freiburg-Vauban): Nachverdichtung durch kollektive Bauvorhaben, die sehr flächensparend und hochgradig energieeffizient geplant sind. Link: freiburg.de
  8. Umwandlung von Parkplätzen (Kopenhagen): Rückbau von Stellflächen in der Innenstadt für hochwertigen Wohnungsbau bei gleichzeitigem Ausbau des ÖPNV. Link: kk.dk